Hundefreunde Thann e.V.
Hundefreunde Thann e.V.

Agility...

...Hundespass für Jung und Alt

Übungszeiten:

Samstag

10:00-12:00

Agility (Turniergruppe)
  10:00-12:00 Agility (Anfänger)
  10:00-12:00 Agility (offene Gruppe)

 

 

Spartenleitung: Sabine Fessler, sabine.fessler@elkb.de

Ausbilder: Sabine , Sonja



 

 

Agility

 

Herkunft

 

Wer kennt ihn nicht, den weisen Ausspruch von unserem dicken
Gallier? - „ Die spinnen die Briten ! “.

 

Gemeint hat er wohl das Pausenprogramm der Cruft´s Dog Show
am 10.Februar 1978. Damals ließ man zwei Teams mit jeweils vier Hunden, alle in
netten Mannschaftstrikots, einen dem Pferdesport nachempfundenen
Hindernisparcours absolvieren. Die Briten ließen ihren 5-Uhr-Tee kalt werden
und waren begeistert von der Vorführung. Zunächst waren natürlich weder einheitliche
Gerätschaften, noch ein entsprechendes Regelwerk vorhanden, aber wer die
sportbegeisterten Briten, allen voran John Varley und Peter Meanwell, die als
Männer der ersten Stunde hinter dieser Agiltiy Demonstration steckten, kennt,
kann sich vorstellen, dass aus den anfänglichen Improvisationen bald straff
organisierte Wettbewerbe mit einheitlichem Reglement hervorgingen.

 

Auf unserer Seite des Kanals konnte diese neue Hundesportart
erstmals anlässlich der FCI-Welthundeausstellung im Jahre 1991 in Dortmund
bestaunt werden.

 

Bedeutung

Kreuzworträtsel: Umschreibung mit vier Buchstaben für
behändig, geschickt oder flink ? Lösung: agil.

 

Agility steht also für die englische Übersetzung des
Begriffs Behändigkeit und bezeichnet eine Sportart die auf 6 Pfoten ausgeübt
wird. Zwei davon bringt der Mensch ein, die vier anderen kommen vom Partner
Hund. Keiner der beiden Partner kommt bei diesem schnellen Sport ohne den
anderen aus – nur miteinander, als Team, kann man den Anforderungen eines
Parcours entsprechen.

 

Aufgabenstellung

 

„Agility ist eine Disziplin, die allen Hunden offen steht.
Sie besteht darin, sie die verschiedenen Hindernisse überwinden zu lassen, mit
der Absicht, ihre Intelligenz und ihr Behändigkeit zu überprüfen. Es handelt
sich um ein erzieherisches und sportliches Spiel, welches u.a. dazu dient, ihre
Sozialverträglichkeit zu fördern und die Eingliederung in die Gesellschaft
begünstigt. Die Disziplin erfordert eine gute Harmonie von Hund und Hundeführer
und endet im vorzüglichen Einvernehmen in der Gruppe. Es ist also
Voraussetzung, dass die Teilnehmer die elementaren Grundlagen von Erziehung und
Gehorsam besitzen“ (Präambel des FCI-Agility-Reglement).

 

Einfacher gesagt: Das Mensch/Hunde-Team muss einen 100 – 200
m langen Parcours mit 15 – 20 Hindernissen möglichst fehlerfrei, in der
vorgegebenen Reihenfolge der Hindernisse und innerhalb einer vorgegebenen Zeit
bewältigen.

 

Hindernisse können dabei offene und geschlossene Hürden,
Mauer, Viadukt, Tisch, Tunnel, Sacktunnel, Weitsprung, Slalom, Reifen und die
Kontaktzonengeräte Wippe, Laufsteg und A-Wand sein.

 

Der Hund erlernt im Training die einzelnen Hindernisse in
wechselnder Anordnung, in einem Turnier überrascht der jeweilige
Leistungsrichter die Teilnehmer jedoch mit einer Zusammenstellung der bekannten
Hindernisse, die neben dem Regelwerk einzig seiner Fantasie entspringt. Die
Hundeführer haben gemeinsam – aber ohne Hund !!! - vor ihrem Start 5 Minuten
Gelegenheit sich die Hindernisfolge einzuprägen. Danach beginnt die nicht immer
einfache Aufgabe den Hund ohne Leine und Halsband und ohne Berührung so
anzuleiten, dass er der Aufgabenstellung des Parcours gerecht werden kann.
Einzig Körpersprache und Zuruf verbleiben dem Teampartner Mensch, sein
vierbeiniges Energiebündel zu unterstützen; Leckerlis und Spielis sind im
Turnierparcours strengstens verboten.

 

Auswahl des vierbeinigen Sportgerätes

 

Grundsätzlich sind alle Hunde für diese Sportart geeignet,
soweit sie körperlich aber auch geistig gesund sind. Hüftgelenksprobleme,
Herzfehler, Wirbelsäulenschäden oder übergroßer schwerer Körperbau mancher
Rassen sind beim Agility-Sport nicht nur hinderlich sondern extrem
gesundheitsgefährdend. Die Wachstumsphase des Hundes sollte abgeschlossen sein,
bevor mit dem Sprungtraining ernsthaft begonnen wird. Vor dem Einstieg in eine
entsprechende Sportlaufbahn sollte der Weg zumTierarzt selbstverständlich sein.

 

Zur Wahrung der Chancengleichheit legt das Reglement eine
Aufteilung in drei Größenklassen fest. Entsprechend dieser Einteilung erfolgt
auch eine Berücksichtigung der jeweiligen Geräte- bzw. Hindernishöhen:

 

 

Größenklasse

Widerristhöhe

Hürdenhöhe

 

Small (S)

kleiner als 35 cm

25 – 35 cm

 

Medium (M)

ab 35 cm und kleiner
als 43 cm

35 – 45 cm

 

Large (L)

ab 43 cm

55 – 65 cm

 

Leistungsklassen und Startvoraussetzungen

 

Wer den Sport wettkampfmäßig betreiben will benötigt eine
Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest (BH/VT). Das Mindestalter hierfür
beträgt 15 Monate. Mit 18 Monaten kann der identifizierbare Hund (Chip oder lesbare Tätoo erforderlich) erstmals in der Prüfungsstufe A1 starten.

 

Prüfungsstufe A 1:

 

Der Parcourverlauf ist i.d. regel noch etwas einfacher obwohl bereits alle geräte verwendung finden können.

 

Prüfungsstufe A 2:

 

Startberechtigt ist der Hund, für den dreimal innerhalb von
VDH-geschützten Prüfungen eine Platzierung 1 – 3 mit fehlerfreien vorzüglichen
Ergebnissen oder fünf fehlerfreie vorzügliche Ergebnisse ohne Platzierung unter
mindestens zwei verschiedenen VDH-Agility-Richtern in der Stufe A 1
nachgewiesen werden.

 

Ein Abstieg aus der Klasse 2 in die Klasse 1 ist freiwillig.
Für einen erneuten Aufstieg sind die oben genannten Bedingungen erneut zu
erfüllen.

 

Prüfungsstufe A 3:

 

Analog den Aufstiegsvoraussetzungen nach A 2

 

Senioren – Klasse:

 

Ein Start in dieser Klasse liegt im Ermessen des
Hundeführers, sofern der vorgestellte Hund mindestens 6 Jahre alt ist. Auch in
dieser Klasse wird die Hindernishöhe um 5 – 10 cm reduziert, der Reifen und der
die Wirbelsäule belastende Slalom werden nicht gestellt.

 

Jumping:

 

Der Jumping wird in den Prüfungsstufen 1 – 3 angeboten. Ein
Jumping-Parcours ist in erster Linie auf Geschwindigkeit ausgerichtet. Die
Kontaktzonengeräte werden deshalb nicht eingebaut.

 

 

 

 

The winner
is …

 

Sieger in der jeweiligen Größen- und Leistungsklasse ist das
Team, das den Parcours mit der geringsten Fehlerzahl absolviert hat. Bei
mehreren Teams mit gleicher Fehlerzahl entscheidet die kürzere Laufzeit.

 

 

Fehler zeigt der im Parcours befindliche
Agility-Leistungsrichter unter anderem an für den Abwurf von Hindernisstangen,
das Verweigern des Hundes vor einem Hindernis, das Vorbeilaufen an einem
Hindernis, das Überspringen der Kontaktzonen, das unkorrekte Durchlaufen des
Slaloms oder die Überschreitung der Sollzeit. Andere Fehler, wie z.B. das
Überspringen eines Hindernisses von der falschen Seite oder in der falschen
Reihenfolge oder das vorzeitige Verlassen des Parcours durch den Hund führen
zur sofortigen Disqualifikation, dem in der Hundlersprache ungeliebten
sogenannten „Dis“.

 

Aber auch in einem solchen gar nicht so seltenen Fall kommt
es auf den zweibeinigen Teil des Teams an, seinen Sportsgeist zu beweisen, den
Hund weiter zu motivieren und ihn trotz aller persönlicher Enttäuschung für
seine Arbeit zu loben – der Hund wird niemals wissen, warum Herrchen jetzt
traurig ist.

 

Nach dem mehr oder weniger erfolgreichen Zieldurchlauf
schließt sich der Kreis zu den Ursprüngen dieser Hundesportart.

 

Die Ideengeber stellten drei Vorgaben auf, denen dieser
Sport gerecht werden sollte.

 

„Must be
fun, must not be dangerous, and must have spectator appeal”.

 

Aus diesem Anforderungskatalog hat sich bis zum heutigen
Tage der Grundgedanke des Agility erhalten:

 

„Agility is
fun“

 

Autor

 

Klaus Friedrich

 

 

 

Der Parcours

 

Ein Agility-Parcours wird auf einem Gelände von mindestens
40 x 20m aufgebaut und setzt sich aus den geschilderten Hindernissen zusammen.
Der Parcours wird unmittelbar vor einem Wettkampf vom Richter nach dessen
Vorgaben gestellt.Die Strecke darf je nach Prüfungsstufe zwischen 100 bis 200
Meter lang sein und umfasst 15 bis 20 Himdernisse. Bei der anschließenden
Parcoursbegehung hat der Hundeführer einige Minuten Zeit, sich ohne Hund den
Parcoursverlauf einzuprägen. Es ist somit nicht möglich, den Parcours vor einer
Prüfung mit seinem Hund zu üben. Die Hindernisse müssen nun exakt in der vom
Richter bestimmten Reihenfolge, möglichst ohne Fehler überwunden werden.

 

 

Die Geräte im Agility

 

 

 

 

Hürde

Hürden können zwischen den Pfosten verschiedenartig
konstruiert sein:

 

 

 

mit Abwurfstangen aus Holz oder festem Kunststoff (kein
Metall)

mit ausgefüllten Flächen

mit durchbrochenen Flächen

mit Flächen, und Bürsten.

 

Die Doppelhürde

 

Die Doppelhürde besteht immer aus der Vereinigung von zwei
einfachen Hürden. Sie werden in ansteigender Linie aufgestellt, mit einem
Höhenunterschied von 15-25 cm.

 

Mauer/Viadukt

 

Zwischen den Posten besteht bei der Mauer eine ausgefüllte
Fläche, die beim Viadukt 1 oder 2 Oeffnungen in Form eines Tunnels enthält. Auf
dem oberen Teil von Mauer/Viadukt werden abwerfbare, halbrunde Elemente
aufgesetzt.

 

Der Reifen

Fester Tunnel

 

Der Tunnel ist flexibel und erlaubt es, einen oder mehrere Bogen zu
bilden.

Sacktunnel

 

Eine etwas andere Version bildet der Stofftunnel. Ziel ist
es, dass der Hund den 'Sack' mittels Durchlaufen hebt und am Ausgang wieder
herauskommt.

Weitsprung

 

Der Weitsprung ist aus mehreren Elementen zusammengesetzt,
die in einem regelmässigen Abstand zueinander stehen, um einen weiten Sprung zu
ermöglichen.

Der Stangenslalom

 

Der Slalom ist sicherlich eines der spektakulärsten
Agilityhindernisse. Hier kann der Hund zeigen was in ihm steckt. Ziel ist es,
dass der Hund, immer beginnend von der rechten Seite das Hindernis im Zickzack
durchläuft. Dementsprechend schwierig und zeitaufwendig ist das Anlernen

 

Kontaktzonengeräte

 

Kontaktzonen sind die rot markierten Bereiche an Wippe, Steg
und Schrägwand. Sowohl beim Auf- als auch beim Abgang muss der Hund mit
mindestens einer ganzen Pfote auf diese Bereiche auftreten.

Schrägwand

Laufsteg

 

Gute Balance und Konzentration sind beim Laufsteg gefragt,
denn die Hunde dürfen nicht während der Übung herunterspringen

 



Wippe

Die Problematik der Wippe liegt darin, dass der Hund beim
Abkippen erschrecken kann.

Tisch

Auf den Tisch muß der Hund springen und dort - das ist die
Schwierigkeit - 5 Sekunden verharren.

 



***geänderte Trainingszeiten über die Wintermonate***

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